Tagebuchreihe zur Stallsanierung

Tag 1 : Der große Umzug. am 02.01.2026

 Zwischen Schneeresten, Nervenflattern und Hoffnungsschimmer
Heute war der erste Tag des großen Stallumbau- Projektes:
Der Umzug der Pferde in das Stallzelt. Drei Monate Zeltleben liegen nun vor uns – denn der Stall bekommt eine wohlverdiente Sanierung. Und sagen wir es so: Entspannt war hier heute niemand. 😅 Der Weg ins Stallzelt glich einer Mischung aus Abenteuerurlaub und Mutprobe. Manche Pferde marschierten tapfer wie Profis, andere diskutierten ausführlich über Sinn und Unsinn eines Zeltes als neues Zuhause. Doch am Ende kamen alle an – etwas aufgeregt, aber wohlauf.
Jetzt werden wir uns den Stall vornehmen. Gleich morgen starten die ersten Vorbereitungen für den Umbau. Wir sind gespannt.


Tag 2 : Das Ende des Heubodens  03.01.26

Der zweite Tag der Stall-Sanierungsarbeiten war geprägt von beeindruckendem Engagement, großem Fleiß und einem außergewöhnlichen Gemeinschaftsgefühl. Zahlreiche Helferinnen und Helfer waren vor Ort und haben von früh bis spät tatkräftig mit angepackt – jede und jeder dort, wo Hilfe gebraucht wurde.

Es wurde gemistet, ohne Zögern und ohne Berührungsängste. Der Heuboden wurde vollständig leergeräumt, wobei sich die Helfenden Staub, Dreck und körperlicher Anstrengung aussetzten, ohne zu klagen. Trotz der Kälte wurden Futtertröge gründlich geschrubbt und gereinigt, Müll wurde geschleppt, entsorgt und dadurch dringend benötigter Platz geschaffen. Überall war Einsatz zu sehen – Hände, die zupackten, Augen, die mitdachten, und Menschen, die Verantwortung übernahmen. Alle arbeiteten als Team zusammen. Ein riesengroßes Dankeschön gilt allen Beteiligten. Eure Tatkraft, euer Durchhaltevermögen und eure Hilfsbereitschaft haben diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht.

04.01.26 – Tag 3: Muskelkraft, Stallparfüm und wütende Vierbeiner – Was für eine Mischung…. 
Auch heute ging es erneut tatkräftig zur Sache. Viele fleißige Helferinnen und Helfer fanden sich ein und packten gemeinsam an. In einer großen Gemeinschaftsaktion wurden alle Pferdeboxen vollständig ausgemistet und gründlich gereinigt.
Der Mistplatz quoll förmlich über – ein sichtbares Zeichen für die enorme geleistete Arbeit. Trotz des intensiven Geruchs und der körperlich anstrengenden Tätigkeiten war die Stimmung durchweg positiv. Nur bestimmten Familien aus dem Stall passte die Arbeit gar nicht: unseren Mäusefamilien, denen das Futter jetzt förmlich vor der Nase weggekehrt wurde. 😂🐭
In der Ranch wurde sich zwischendurch aufgewärmt und gestärkt: Warme Getränke, Hotdogs und frische Brötchen sorgten für neue Energie und gute Laune.
Wir bedanken uns auch heute wieder für eure Treue und großartige Unterstützung. Was haben wir nur für tolle Menschen in diesem Verein. Ohne euren Einsatz wäre so ein Projekt gar nicht möglich! Der gesamte Vorstand bedankt sich von Herzen!!! ♥️

Tag 4 : Der Stall verstummt

Der vierte Tag markiert einen Wendepunkt. Heute wurden alle Boxen abgebaut – mit viel Muskelkraft, schweren Geräten und großem Einsatz. Was den Stall über Jahre geprägt hat, verschwand innerhalb weniger Stunden.

Zurück bleibt ein Raum, der wie leergefegt wirkt. Die Stille ist ungewohnt und fast gespenstisch. Kaum vorstellbar, dass hier noch vor Kurzem so viele Pferde standen, schnaubten und warteten. Wo Leben war, ist jetzt Leere – als hätte man ihm vorübergehend die Seele genommen. Kein Wiehern, kein Klappern, kein vertrautes Rascheln von Stroh und der Nachhall von Erinnerungen..

Und doch liegt in dieser Leere auch der Beginn von etwas Neuem.
Ein intensiver, anstrengender Tag liegt hinter den fleißigen Helfern. Der alte Stall ist gegangen, sichtbar und spürbar, und macht jetzt Platz für Veränderungen. Vielen Dank an das tolle Team, die heute über Stunden durch ihren enormen Einsatz dieses Ergebnis erzielten!🫶🏻

 

5. Tag der Stall-Sanierung :
Die Mäuse wandern aus

Heute sind die letzten Zwischenwände der Pferdeställe trotz Schnee und Eis ausgebaut worden. Mit großem Einsatz und Teamgeist haben Guido, Klaus, Nico, Oliver, Silvia, Werner und Norbert tatkräftig mit angepackt. Wo einst einzelne Boxen standen, öffnet sich nun der Blick auf eine leere Halle – weit, klar und voller neuer Möglichkeiten.

Während sich die Pferde im Stallzelt mit den neuen derzeitigen Bedingungen langsam anfreunden, haben die Mäuse ihre Säckchen gepackt und das Weite gesucht, während sich die Spatzen neugierig und fröhlich über die letzten Strohreste hermachten.

Alles ist nun anders, und genau darin liegt die Hoffnung. Mit Dankbarkeit und Zuversicht im Herzen blicken wir nach vorne. Aus dem, was war, entsteht etwas Neues. Und dieser Neubeginn fühlt sich gut an. Vielen Dank an unser tolles Helfer-Team!!!!

Tag 6: Funkenflug trifft Flockenwirbel

Am sechsten Tag der Stallsanierung wurde es gleichzeitig frostig und feurig. Während draußen die Schneeflocken vom Himmel tanzten, ging es drinnen mit deutlich mehr Action zur Sache: Die Tränken und die komplette Beleuchtung mussten weichen.

Dabei kam schweres Gerät zum Einsatz – die Winkelschleifer. Mit lautem Surren und reichlich Funkenflug sorgte sie für eine fast schon spektakuläre Lichtshow.
Trotz Kälte draußen und Funkenregen drinnen lief Dank der treuen Helfer und Helferinnen alles wie am Schnürchen. Mit vollem Einsatz, guter Laune und sicherem Griff zum Werkzeug waren Guido, Silvia, Norbert, Nico und Oliver unermüdlich vor Ort. Dagmar kümmerte sich zeitgleich darum, dass sich nach schwerer Arbeit in der Kälte in der Ranch bei Kaffee und Brötchen aufgewärmt werden konnte. Ein Dankeschön an jeden Einzelnen. Ohne euch würde hier nicht nur das Licht fehlen! 💪🥳

Tag 7 der Stall-Sanierung:
Staub, Beton und ein historischer Fund

Heute rückten die Helfer in voller Schutzmontur an. Ganzkörperanzüge, die irgendwo zwischen Tatortreiniger und Astronaut angesiedelt waren, signalisierten bereits beim Betreten des Stalls: Das wird kein Spaziergang. Ziel des Tages: Die Decke rausreißen.

Kaum begonnen, verwandelte sich der Stall in eine Staubwolke historischen Ausmaßes. Staub, Dreck und jahrzehntealte Stallgeschichte rieselten in beeindruckender Menge herab. Man konnte zeitweise nur erahnen, wo sich die Mithelfer befanden. Der Höhepunkt des Tages: Ein uraltes Ratten-Skelett löste sich aus der Decke und fiel einem Helfer förmlich auf den Kopf – Archäologie live, zum Glück gut gepolstert.
Zusätzlich mussten zwei riesige, betonierte Tröge entfernt werden. Mindestens 50 Jahre alt, tonnenschwer und äußerst widerwillig verabschiedeten sie sich erst nach massivem Kraftaufwand, Schweiß und kollektivem Durchhaltewillen.

Fazit von Tag 7:
Viel Dreck, viel Muskelarbeit, ein prähistorischer Rattenfund – aber ein weiterer großer Schritt Richtung fertigem Stall. Guido, Oliver, Nico, Werner, Klaus und Dagmar gehen für diese Arbeit als Team in die Stallgeschichte ein. Ganz lieben Dank für eure so beeindruckende Unterstützung. 🫶🏻

Tag 8 der Stallsanierung: Operation Deckenabriss – Wo Nägel fliegen und Coca Cola Geschichte schreibt
Heute setzte unser treues Dreamteam den Deckenabriss weiter fort.
Recht zügig in den Morgenstunden sah der Stall aus wie der Drehort eines Endzeitfilms. Guido schlüpfte in seinen Ganzkörperanzug und setzte mit Klaus, Nico und Oliver die Atemmaske auf – man hätte sie genauso gut für die nächste Mondmission anmelden können. Nur statt Weltraum gab es hier… Pferdestaub, uralte Isolierung und Stallgeschichte aus drei Jahrzehnten.

Beim Abriss zeigte sich schnell: Diese Decke wollte nicht freiwillig gehen. Sie hatte offensichtlich eine emotionale Bindung zum Gebäude entwickelt.

Dann kam der Moment des Tages:
Guido blieb erst mit dem Kopf an einem fies herausragenden Nagel hängen. Noch während er den ersten Schmerz verarbeitete, riss er eine Deckenplatte herunter und aus dem Hohlraum segelte ihm eine uralte, legendäre 0,25-Liter-Colaflasche aus Glas entgegen – direkt auf den Schädel.
Sein trockenes Fazit:
„Erst ein Nagel im Kopf, dann von einer Glasflasche erschlagen… ich hab heute eindeutig verloren.“
Aber unsere Männer lassen sich nicht unterkriegen- Mit viel Teamgeist und Energie hatte die gewaltige Decke keine Chance und am Ende des Tages konnten unsere starken Männer jubeln: Die gesamte Mitteldecke des Hauptstalltrakts lag komplett auf dem Boden. Ein riesiger Haufen aus Staub, Holz, Isolierung und Stallgeschichte.

Alles wurde in große Big Packs verfrachtet – die wegen ihres Formats und Inhalts liebevoll den Spitznamen „Sixpack“ bekamen.
Vermutlich, weil man danach mindestens sechs Bier brauchte, um den Tag zu verarbeiten und den Dreck zu vergessen.
Im Hintergrund lief Dagmar zur Hochform auf: Catering, Kaffeestation, Fotodokumentation, moralische Unterstützung und Mädchen für alles – der wahre Motor hinter der staubigen Front.

Wer Zeit hat, kann sich morgen und Sonntag dem Team gerne anschließen und dabei unterstützen, dass die Stallsanierung weiter voran schreitet.

Unseren Jungs, Dagmar und Silvia zollen wir tiefen Respekt für Ihren unermüdlichen Einsatz!!!!! Von Herzen ♥️ Dankeschön 🙏🏻

9.Tag der Stallsanierung:
Wenn der Beton klammert und der blaue Mann den Stall erobert

Heute ging es den Seitenteilen der Decke an den Kragen – und die hatten offenbar überhaupt keine Lust, den Stall freiwillig zu verlassen. Was eigentlich leichter werden sollte, entpuppte sich als echte Nerven- und Staubprobe für Guido, Klaus und Nico, die wieder alleine auf weiter Flur kämpfen mussten. Nur mit Dagmar und Dorothee im Hintergrund als treues Versorgerteam und Werner, der vor Ort das Material besorgte.
Der Rest des Reitvereins war nämlich mit dem Bus von Matthias Kleimann zum Agravis Cup nach Münster unterwegs. Ein gemeinsamer Ausflug, um das Vereinsleben und Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Aber keine Sorge: Der Dreck ist treu geblieben und wartet geduldig darauf, morgen von anderen Helfer:innen beseitigt zu werden. 😉

Klaus sorgte heute schon optisch für gute Laune – im blauen Ganzkörperanzug sah er aus, als hätte sich ein Mitglied der Blue Man Group in den Stall verirrt, nur dass hier statt Trommeln eben die Decke zerlegt wurde. Blau, staubig und hochmotiviert.

Die große Platte machte den Jungs das Leben extra schwer:
Eine Seite festgemörtelt an der Fensterwand, die andere frech an der Wasserleitung – quasi doppelt verriegelt. Also musste Werners Stichsäge ran: Loch in die Platte, Holzbalken quer rein, Band drum – und dann zog Klaus mit voller Kraft. Mal bewegte sich was… mal tat die Platte so, als hätte sie Wurzeln geschlagen.

Irgendwann gab die Platte endlich nach und krachte mit voller Wut auf den Boden:
Eine riesige Staubwolke verteilte sich sekundenschnell im Stall und Klaus und Dagmar nahmen die Beine in die Hand und retteten sich vor dem Staubmonster- dabei hätte man meinen können, sie wollten den olympischen Sprintrekord schlagen.

Fazit des Tages:
Die Jungs dachten, es wird einfacher und schneller.
Die Decke dachte: „Heute nicht.“
Aber aufgeben? Keine Chance!
DANKE für so viel Kampfgeist und Durchhaltevermögen an unsere starken Männer!!!! ❤️

Wenn selbst ein Schutzanzug nicht verhindern kann, dass ein Team so verdammt gut aussieht – Alarmstufe Blau am 10. Tag der Stallsanierungsarbeiten:

Als die Reitschüler:innen heute morgen das Gelände des Reitvereins betraten, waren sie nicht ganz sicher, ob hier für einen Chemieunfall trainiert wird oder der nächste Science Fiction Film hoch zu Ross ansteht. Eine Truppe Blaumänner und Blaumädels mit Atemmasken und Schutzbrillen wühlten sich durch den Dreck aus Glasfasern, Rattenknochen, Staub und Deckenresten.
Die Mission war klar:
Der Dreck musste weg, die Metallgitter fort, die Schränke zerlegt – alles, damit morgen der große Deckenabriss wieder ungehindert weitergehen kann. Kurz gesagt: Wir haben dem Stall heute gründlich das Chaos ausgetrieben.
Zwischendurch gab es strategische Rückzüge an die Kaffeefront. Mit dampfendem Becher in der einen und Zigarette in der anderen Hand wurden die nächsten Arbeitsschritte geplant, wilde Theorien zur Zwischendecke aufgestellt und selbstverständlich sehr fachlich darüber diskutiert, wie unfassbar sexy diese blauen Schutzanzüge eigentlich jede Figur in Szene setzen.
Am Ende des Tages waren:
• die Säcke voll,
• die Gitter weg,
• die Schränke Geschichte
und der Stall bereit für die nächste Runde Zerstörung.
Und wir?
Müde, eingestaubt, leicht koffeiniert –
aber immer noch verdammt gut aussehend in Blau.
Und die Zwischendecke darf zittern. Morgen gehts ihr wieder an den Kragen bzw. an die Substanz…..
Danke für eure Hilfe heute, ihr blauen Helden und Heldinnen 🦸‍♀️🦸‍♂️

Tag 11 der Stallsanierungsarbeiten:
Zwischen Distanzunterricht und Relikten vergangener Jahre

Das Schulministerium hielt alle Schulen landesweit wegen Glatteisgefahr geschlossen und wechselte in den Distanzunterricht. Doch unsere starken Männer scheuten weder Eis noch Schnee, um den letzten Kampf mit der Zwischendecke aufzunehmen. Schon früh am Morgen wurde sich in die blaue „Haute Couture“ aus dem Baumarkt geschmissen, das Werkzeug poliert und die Kampfarena mit hoher Motivation betreten. Und am Ende des Tages gingen genau diese Männer verschwitzt, verdreckt und mit viel Nikotin und Staub in der Lunge siegesreich aus der letzten Schlacht mit der Stalldecke heraus. Herzlichen Glückwunsch 🎉🍾, die Zwischendecke ist nun wirklich Geschichte. Sie fiel mit einem großen, staubigen Knall zu Boden, während Guidos Kinder in der Ranch ihre Schulaufgaben erledigen mussten.
Was für ein beeindruckender Moment für alle Anwesenden.
Schaut euch die Bilder an und ihr werdet die Energie unserer Helden selber spüren können. Was für eine überwältigende Leistung an so einem Tag. Vielen Dank für diesen Kraftakt heute! 💪

12. Tag der Stallsanierung
Das Glück der Pferde beginnt ….. im Stall!
Heute wurde wieder ein Teil der Chronik unseres Stalls weitergeschrieben.
Die Jungs waren wieder mega fleißig und haben sich die Querbalken in den einzelnen Ställen vorgenommen. Einer nach dem anderen wurde demontiert, herausgezerrt, überredet, freiwillig zu gehen – oder notfalls mit sanfter Gewalt entfernt.
Und danach gingen sie die ersten Boxen am Eingang auf den Grund.
Hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt.
Die Gitter und Balken wurden komplett abmontiert – ein echter Befreiungsschlag zum Wohle unserer geliebten Pferde! 🐴
Die Ställe zeichnen sich durch viel mehr Freiheit aus und werden zu echten Wohlfühloasen. Nur dass unsere „Wohlfühloase“ aktuell eher aussieht wie ein Spa nach einem Tornado – mit extra Dämmwolle statt Aromatherapie und Baustellenlärm statt Entspannungsmusik.
Damit wir uns dem gewünschten Zustand nähern, kam Silvia auch noch zur Verstärkung und gemeinsam stellten sie sich den unfassbaren Mengen an Dämmwolle und Dreck.
Es wurde sauber gemacht, gekratzt, gesaugt, geflucht und gefüllt – und zwar so gründlich, dass der Container komplett randvoll war.
Morgen steht der Zweite schon für die nächsten Arbeiten bereit.
Um jeden Tag dem großen Ziel ein bisschen näher zu kommen: der Einzug in die neue „Vierbeiner-Residenz“
Es ist so toll, dass dieses fantastische Team, angeführt von Klaus und Guido, durch den kräftezehrenden Einsatz dieses Ziel überhaupt möglich macht. Vielen lieben Dank dafür. 🙏🏻🫶🏻

Tag 13 der Stallsanierung:   14.01.26

Zwischen Nägeln, Brettern und einer großen Portion Grünkohl

Heute wurde der erste Teil der Bodenplatten des Heubodens entfernt . Gespickt von langen Nägeln vielen Teile des Bodens nach und nach herab.  Ein wahres Paradies für Fakire.

Mit jeder entfernten Platte tat sich ein neues Fenster zum Stalldach auf. Ein Moment, der allen bewusst machte, was auf die Pferde zukommt:

mehr Licht, mehr Luft und eine neu gewonnene Freiheit.

Während Staub und Nägel flogen, hielt unsere Dagmar wie jeden Tag mit Kaffee und guter Laune tapfer dagegen und die restliche vorhandene weibliche Seite im Stall lieferte vor lauter Begeisterung bereits ganz andere Bauprojekte:

Silvia, Sabrina und ich planten gedanklich schon die Innenarchitektur des neuen Pferdeparadieses:

Kronleuchter? Selbstverständlich. Ein Balkon für Guido und Klaus? Aber natürlich – stilecht wie Statler und Waldorf aus der Muppet Show, von dem aus sie künftig jede Stallaktion kommentieren können. 😂

Und weil jede Großbaustelle eine ordentliche Verpflegung braucht, setzte Dorothee dem Ganzen von früh bis spät die kulinarische Krone auf:

Neben köstlichen Brötchen servierte sie einen riesigen Topf dampfenden, herzhaften Grünkohls – so kräftig, dass selbst der innere Schweinehund freiwillig Überstunden machte.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Jede herausgerissene Platte unseres Helfer-Teams ist ein Stück Zukunft – und ihr macht sie möglich. Es ist unglaublich, wie viel Energie, Zeit und Herzblut ihr in den Stall steckt – das weiß wirklich jeder hier zu schätzen. ❤️

 

Tag 14 der Stallsanierung:  16.01.26

Endspurt für den Heuboden– der große Deckenplatten-Showdow

Heute wurden die letzten Bodenplatten des Heubodens entfernt, und mit ihnen gefühlt auch der letzte Rest an sauberer Kleidung. Staub und Dreck regnete von oben, da färbte sich jedes einzelne Haar in einen staubigen Grauton.

Der Stall ist kaum wiederzuerkennen. Zum ersten Mal gibt es jetzt freie Sicht auf das komplette Dach – inklusive Balken, die noch von Spinnweben, Staub und der Geschichte vieler Jahrzehnte geschmückt sind. Es ist, als hätte der Stall endlich sein Geheimnis gelüftet… auch wenn es ein ziemlich staubiges Geheimnis ist.

Guido und Klaus haben vorrangig dabei wirklich alles gegeben und in den letzten 14 Tagen täglich dafür gesorgt, dass der Bau vorankommt. Man könnte sagen: zwei Männer in sexy blau, stahlharte Muskeln, ein in die Jahre gekommener Stall und null Angst vor Dreck.

Jetzt ist die Stallgasse bereit für den nächsten Stepp. Ein echter Meilenstein – auch wenn man ihn momentan eher an der Menge des Schutts erkennt als an glänzenden Oberflächen.

Am kommenden Wochenende heißt es: Großreinemachen!

Hier ist wirklich jeder Helfer und jede Helferin gefragt, denn der Stall sieht aktuell eher aus wie eine Mischung aus Abenteuerspielplatz und archäologischer Ausgrabungsstätte. Jede helfende Hand ist Gold wert – und wir sind für jede Unterstützung mehr als dankbar. Am Samstag um 10 Uhr geht es los!

Kommt vorbei und schreibt ein Stück Geschichte mit.

 

Noch bis spät in den Abend rein wurde sich auch langsam von der alten Sattelkammer verabschiedet. Diese wurde Stück für Stück von den Reiterinnen und Reitern leer geräumt. Da kam ganz schön viel zusammen. Aber wohin mit dem ganzen Kram? Kurzerhand wurde eine neue Nutzungsform erfunden:

Die Pferdeboxen wurden zur Lagerhalle erklärt.

Wo sonst gemütlich von den Vierbeinern das Heu gekaut wurde, stapeln sich jetzt Schränke, Deckenberge und Futtersäcke – quasi ein „IKEA trifft Pferdestall- Erlebnis.“ Die Boxen sehen jetzt eher aus wie ein Trödelladen nach einem Wirbelsturm, aber immerhin: alles ist trocken, sicher und halbwegs sortiert (zumindest theoretisch). Aber hey: Improvisation ist bekanntlich die höchste Form der Organisation!

Vielen Dank für all das, was unser Männer-Team alles auf die Beine gestellt oder soll ich besser sagen, auf den Boden gebracht hat. 😂🙏🏻

17.01.26  – Tag 15 der Stall- Sanierungsarbeiten – oder auch :

Drei Männer, eine Kammer, null Gnade

Heute wurde nicht lange gefackelt: Die Sattelkammer musste weg. Komplett. Ziel des Ganzen: mehr Platz und vermutlich auch mehr Bewegungsfreiheit für all den Pferdekram, den so Pferdemädles und Pferdejungs für die Vierbeiner so mitbringen.

Klaus, Guido und Stefan waren dabei kaum zu bremsen. Man konnte sie nur mit einer Kaffeepause stoppen- aber das auch nur für

einen kurzen Moment. Nicht kleckern, sondern klotzen war das Motto des Tages. Die drei arbeiteten sich mit solcher Begeisterung durch die Kammer, dass sogar die Decke nervös wurde und kurzerhand ebenfalls ihren Hut nahm. Opfer des Tages: Wände, Decke und jede Illusion, dass heute „nur ein bisschen“ abgerissen wird. Unsere junge Generation brachte erstmal die verstaubten Sättel wieder auf Vordermann. Was für eine Arbeit.

Zwischen Staubwolken, fliegenden Resten und maximaler Motivation tauchte zwischendurch auch der Elektriker auf. Mit viel Sachverstand erledigte er noch einige wichtige Arbeiten, damit morgen hoffentlich viele Helferinnen und Helfer mit vereinten Kräften erst einmal Ordnung ins kreative Chaos bringen können.

Wir freuen uns auf euch!!!

Ein riesengroßer Dank geht an all unsere tollen Unterstützer, die heute wieder im Einsatz waren. Ihr seid großartig.

Nachtrag zum 15. Tag:

Das Geheimnis der Leiche im Stroh

Nach ein paar Yoga -Übungen nach dem Sattelkammerabriss hatten unsere drei Helden wieder genügend Kraft und wollten sich  weiteren Herausforderungen stellen. Da geht der Blick einmal nach rechts und links und schwups , holten sie in ihrem Abriss-Fieber auch die Stalldecke über den ersten Boxen runter. 

Womit niemand gerechnet hatte- ein riesen Strohberg viel auf alle Helfer nieder.

Nachdem der Staub sich etwas gelegt hatte, entdeckten sie eine Hand, die aus dem Strohberg ragte. Guido, unser Kriminalpolizist wollte schon seinen Tatortkoffer öffnen, um den Bereich des Leichenfundes abzusperren, da stellte sich zum Glück heraus, dass es nur ein einzelner Handschuh war, der in vergangenen Zeiten vergessen wurde. 😂 Also kann es ohne Verzögerungen weitergehen. Was ein Glück 🍀

18.01.26:  Ein großes Dankeschön an alle Helfer, die am 16. Tag der Stallsanierung so tatkräftig mit angepackt haben.

Es wurde dadurch viel geschafft. Jetzt hat das „über Nägel laufen“ endlich ein Ende und der ganze Dreck ist aus der Stallgasse verschwunden. Ob groß oder klein- jeder konnte einen Beitrag dazu leisten. Ganz lieben Dank. Schön, dass du dabei warst.

Jetzt geht es in die nächste Runde. Wir sind lange noch nicht fertig. Damit die Pferde auch schnell in ihr neues zu Hause wieder zurückkehren können, brauchen wir auch weiterhin viele Helfer und Helferinnen zur Unterstützung. Morgen ist mal Ruhetag, aber schon Montag morgen geht es weiter.

Seid dabei – wir freuen uns über jede helfende Hand.

Am nächsten Samstag findet auch wieder ein großer Helferdienst statt, zu dem wir viele von euch erwarten.  🤗

Tag 17 der Stallsanierung:   19.01.26

Von großen Plänen, wilden Träumen und der dreckigen Realität

Nach nur einem wohlverdienten Tag Verschnaufpause standen Klaus, Guido und Stefan bereits früh am nächsten Morgen wieder geschniegelt und gestriegelt bereit – trotz eisiger Kälte, dafür aber mit umso heißeren Plänen für die Weiterarbeit. Noch bevor der erste Kaffee richtig wirken konnte, wurden Strategien geschmiedet und Visionen geboren.

Um mehr Stauraum zu schaffen, wurde am Wochenende ein Seecontainer günstig erworben, der schon bald neben der Garage ein

neues Zuhause finden soll. Gesagt, getan: Dank unserer drei unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer wurde das Gelände sofort vorbereitet. Sträucher verschwanden spurlos, Wasserleitungen wurden verlegt, der Boden begradigt und mit vollem Körpereinsatz Löcher für das Fundament gegraben. Muskelkater? Wird später eingeplant.

Währenddessen nahm die Kreativität ihren Lauf. Schnell war klar: Ein normaler Container kommt hier natürlich nicht infrage. Aus dem schlichten Container wurde in Rekordzeit ein regenbogenfarbener Lifestyle-Tempel mit Rooftop-Bar, Liegestühlen, Lichterketten und selbstverständlich einer standesgemäßen Einhornabbildung. Klaus und Guido sicherten sich bereits imaginär je einen Fensterplatz mit perfektem Blick auf den Springplatz – vermutlich inklusive Sonnenuntergang, Cocktail in der Hand und neidischen Blicken der Reiter. Der Traumcontainer wuchs mit jedem Spatenstich weiter und war zweifellos das wichtigste Bauprojekt des Tages.

Der Traum wurde immer bunter, größer und so wie geplant, definitiv genehmigungspflichtig – und war das beherrschende Gesprächsthema des Tages.

Doch wie so oft im Leben holte die Realität die drei schneller wieder ein.  Im Stall warteten bereits der Putz und die Sattelkammer darauf, abgeschlagen zu werden, und auch die letzten Deckenverkleidungen mussten entfernt werden. Staub statt Lichterketten, Hammer statt Cocktailglas – willkommen zurück in der staubigen Realität.

Aber ganz ehrlich: Wenn irgendjemand diesen Wunschcontainer verdient hätte, dann Klaus und Guido,  die  seit Wochen konsequent ihr Privatleben hinten anstellen, eigene Baustellen, To-do-Listen und vermutlich auch halb erledigte Projekte zu Hause liegen lassen und freie Zeit opfern – alles nur, damit der Zeitplan der Stallsanierung nicht ins Wanken gerät.

All das tun sie nicht für Ruhm, Applaus oder eine echte Rooftop-Bar, sondern dafür, dass die Pferde so schnell wie möglich in ihr frisch saniertes Reich zurückkehren können. Und genau deshalb ist der regenbogenfarbene Container mit Einhorn, Lichterkette und Liegestuhl nicht einfach nur eine Spinnerei – er ist ein Symbol. Ein Symbol für den Einsatz, die Verlässlichkeit und das Herzblut, das sie Tag für Tag in den Stall stecken. Auch Dagmar und Dorothee darf man an dieser Stelle nicht vergessen, die im Hintergrund täglich für das leibliche Wohl und die gute  Laune sorgen. Dagmar wird zudem zur nächsten Baumarkt -Queen gekrönt. 👑

Auch wenn am Ende vermutlich „nur“ ein ganz normaler Container dort stehen wird: Respekt, Dankbarkeit und ein riesiges Dankeschön stehen ihnen jetzt schon zu. Und wer weiß – vielleicht hängt am Ende doch eine Lichterkette irgendwo- Verdient wäre sie auf jeden Fall.  🫶🏻

 

Tag 18  der Stallsanierung:  20.01.26

Heute verwandelte sich das Stallzelt in ein Open-Air-Kino mit Pferdepublikum. Alle Köpfe steckten neugierig aus den Fenstern.  Mit Begeisterung betrachteten die Vierbeiner, wie der riesige Mistberg von Pferd, Heuboden, Maus und Fliege in mehreren heroischen Fuhren durch die Firma Erwig verladen und abgefahren wurde. Ein wirklich riesiger Haufen Dünger oder besser Grünzeug – Superfood Deluxe . Ein Monument der Pferdekunst, das jetzt feierlich dazu bestimmt ist, Blumen, Gemüse und vermutlich halbe Wälder wachsen zu lassen. Wenn Pflanzen applaudieren könnten, sie würden standing ovations geben.

Die Pferde beobachteten das Ganze hochkonzentriert.

Währenddessen wurde im restlichen Stall nicht minder heldenhaft gearbeitet. Guido, Klaus, Stefan und Nico legten los wie die Baustellen-Avengers und bekamen Verstärkung von Janine, die mit dem Besen den Dreck zur Strecke brachte – kompromisslos, effizient und ohne Gnade.

Für das seelische und körperliche Überleben aller Beteiligten sorgte Dagmar, die mit Essen und Getränken bewaffnet war.

Baulich ging es ebenfalls ordentlich zur Sache:

Die Fundamente für den neu erworbenen Container wurden gegossen, der Stallboden wurde auf neue Betonflächen vorbereitet und in der Sattelkammer bekamen die Wände weiter ordentlich einen auf den Putz. Staub, Lärm, Muskelkater – das volle Renovierungsprogramm.

Fazit des Tages:

Mist weg.

Beton da.

Wände nackig.

Menschen müde.

Pferde bestens unterhalten.

Und wir verneigen uns vor der nicht selbstverständlichen Hilfsbereitschaft und dem großen Engagement unserer Helden und Heldinnen des Tages! Gut, dass es euch gibt! 🥳

Tag 19 der Stall-Sanierung :  21.01.26

Arbeiten im Kühlfach – wenn selbst der Putz friert

Heute zeigte der Winter mal wieder, wer im Stall das Sagen hat. Die Temperaturen waren so frostig, dass frischer Putz keine Chance hatte – der wäre vermutlich schneller gefroren als ein Eis am Stiel im Kühlfach. Also hieß es: Plan B!

Statt neu zu verputzen, wurde heute der alte Putz in den Boxen abgeschlagen. Eine staubige Angelegenheit, bei der man sich kurz fragte, ob hier renoviert oder heimlich ein neues Fitnessprogramm getestet wird.

Zugegeben: Das kalte Wetter bremste die Arbeiten etwas aus – aber Aufgeben? Nicht mit Klaus und Stefan!

Die beiden ließen sich weder von der Kälte noch vom störrischen Putz beeindrucken und gaben wieder alles. Mit viel Einsatz und vermutlich leicht eingefrorenen Fingern wurden sämtliche Vorarbeiten fürs spätere Verputzen erledigt. Damit ist alles perfekt vorbereitet, sobald das Thermometer wieder gnädiger gestimmt ist.

Und als krönender Abschluss des Tages fiel dann die letzte Klappe zum Heuboden! Dagmar wärmte die beiden treuen Helfer mit vielen leckeren Sachen wieder auf.

Wir bedanken uns bei euch von Herzen für die schon wochenlange Unterstützung !!! 🙏🏻

Stallsanierung Tag 20:  22.01.26

Mission Impossible – Wo Wände bröseln und Eva verschwindet

Der nächste Tag der Stallsanierung begann wie viele davor: motiviert, leicht optimistisch und völlig ahnungslos, was uns noch erwarten würde.

Klaus und Stefan nahmen sich heldenhaft der alten Sattelkammer und der Boxen an. Bewaffnet mit Hammer, Meißel und der festen Überzeugung, dass „da noch was geht“, wurde weiter Putz abgeschlagen. Jeder Schlag ein Treffer, jeder Treffer eine neue Staubexplosion.

Parallel dazu wurde für die Angleichung des Stallboden für den Beton eine Schalung gebaut. Hochkonzentriert, millimetergenau und erstaunlich ruhig – vermutlich, weil alle wussten: Wenn die Schalung schief ist, haben die Pferde später eine Buckelpiste.

Aber wenn Klaus und Stefan etwas anpacken, dann wird es einfach nur perfekt. 👌🏻 Die Beiden haben es einfach drauf.

Während Dagmar sich wieder um das Essen kümmerte, stand Eva heute zur Unterstützung bereit:

Bewaffnet mit einem Besen und einer Schaufel schritt sie zur Tat.

Sie hatte sich eigentlich eine dankbare Aufgabe ausgesucht: „Ich mach nur schnell den Dreck weg.“

Ein Satz, der in der Geschichte der Stallsanierung schon mehrfach bewiesen hat, dass er niemals stimmt.

Mit unerschütterlichem Optimismus stürzte sie sich auf die Putzreste.

Mit jedem Besenstrich wurde die Luft dicker. Sichtweite: ungefähr ein halber Huf.

Eva verschwand langsam, aber konsequent in einer selbst erzeugten Staubwolke. Erst waren nur noch die Stiefel zu sehen, dann ein Arm, dann… nichts mehr.

Irgendwann tauchte Eva schließlich wieder aus der Wolke auf, komplett eingestäubt, Frisur betonfarben, Gesicht im Used Look , farblich perfekt an die Wand angepasst.

Aber : Der Dreck war weg – zumindest vom Stallboden. Der Rest klebte an Eva. 😂

Vielen lieben Dank an unsere fleißigen Helfer und Helferinnen des heutigen Tages.

Tag 21 der Stallsanierung: 23.01.26

Graue Masse, große Wirkung

Heute wurde nicht philosophiert, sondern gegossen. Beton, um genau zu sein. Ziel des Tages: den Boxenboden zu einer Vierbeiner- Tanzfläche zu verwandeln.

Klaus und Stefan waren wie in den letzten Wochen im Einsatz und hatten das Projekt fest im Griff . Da wurde schaufelweise der Beton angeschleppt – im Takt zwischen „Da geht noch was“ und „Warum machen wir das eigentlich?“. Schaufel und Schaufel  wanderte das flüssige Grau zur Verschalung und wurde präzise und mit viel Gefühl so verteilt, dass selbst das empfindlichste Pferd in Zukunft anerkennend schnauben wird. Silvia war auch dabei und sorgte für den letzten Schliff.

Währenddessen entsorgte Werner die alten Wasserleitungen von der Decke. Zielstrebig, effizient und endgültig. Die Leitungen gingen ohne großes Drama, aber mit dem sicheren Gefühl: Das war’s jetzt.

Zum Abschluss kam Gerüstbau Lange und stellte das Aussengerüst auf, damit demnächst das Dach in die Geschichte eingeht. Dabei wurde das restliche Material sortiert, entsorgt und Ordnung geschaffen. Eine Baustelle, auf der sich die nächsten Helfer:innen morgen austoben können, ohne erst für einen Hindernislauf zu trainieren.

Vielen Dank für diese Glanzleistungen und euren großen Einsatz.

Tag 22 der Stallsanierung : 24.01.26

Staub, Schweiß und Superhelden in Weiß

Heute rückte am frühen Morgen ein wahres Großaufgebot an freiwilligen Helferinnen und Helfern an.

Die Motivation? Hoch.

Der Tatendrang? Unaufhaltsam. Die Ahnung, worauf man sich einließ? Eher… optimistisch verdrängt.

Kaum angekommen, schmiss sich jede und jeder in den eleganten weißen Ganzkörperanzug – eine Mischung aus Astronaut, Tatortreiniger und modischem Statement. Und dann ging’s los: Bühne frei für das Baustellen – Rudel.

Die Schleifgeräte wurden unter Strom gesetzt und nahmen die Wände ins Visier – gnadenlos, laut und mit einer Staubentwicklung, die jedem Wüstensandsturm Konkurrenz gemacht hätte. Parallel dazu erklommen mutige Helferinnen und Helfer Leitern und Gerüste, um die Deckenbalken in schwindelerregender Höhe mit Handfegern und Besen vom jahrzehntealten Staub zu befreien. Unten entwickelte sich währenddessen eine Staubwüste, in der man kurz überlegte, ob man besser Kamele einstallen sollte.

Plötzlich entdeckte Ute eine Antiquitäten, die zwischen den Balken jahrelang verborgen  blieben. Erst kamen zwei Tassen zum Vorschein, dann fanden wir ein altes Märchenmalbuch, was noch ein Rätsel mit sich führte.

Wer war wohl hier auf dem damaligen Strohboden  in der Vergangenheit mit Filzstiften bei einem warmen Getränk so fleißig und versuchte das Märchenrätsel zu lösen?

Im Aussenbereich bekamen

die  Vorderfronten der Pferdeställe von den Einstallern und Familie Gerbig eine Wellnessbehandlung deluxe: Hochdruckreiniger, Schwamm und Seife sorgten dafür, dass sie anschließend fast wie neu aussahen.

An den Wänden wurde die alte, lose Farbe mit Spachteln entfernt. Dabei stellte sich heraus: Die Farbe ging – der Putz gleich mit. Ergebnis: wieder unzählige Säcke voller Dreck, Staub und Geschichte.

Klaus und Guido wurden angesichts ihrer Führungsqualitäten kurzerhand zu offiziellen Bauleitern ernannt und machen ab sofort Bob dem Baumeister samt Team ernsthafte Konkurrenz. Wie an jedem Tag war auch Dagmar wieder unermüdlich im Einsatz und kümmerte sich um das leibliche Wohl aller. Daher wurde sie völlig zurecht heute zur Versorgungs-Queen gekrönt 👑.

Werner hielt vom Traktor aus alle auf Trab – Pausen? Wurden erst am Nachmittag überhaupt in Erwägung gezogen. Dann aber kamen alle zusammen: leckeres Chili, Pizzasuppe und beste Laune inklusive.

Bis in den späten Nachmittag wurde weitergearbeitet. Anna war kaum von der Leiter zu holen – erst als auch der letzte Balken staubfrei war, gab sie sich geschlagen. Am Ende sah sie aus, als hätte sie spontan zum Schornsteinfeger umgeschult.

Die warme Dusche am Abend  wurde zu einem kollektiven Vorhaben- natürlich jeder für sich. 😂 Das Ergebnis des Tages: Müde, dreckig, aber gut gelaunt – und ein riesiges Stück weiter.

Ein großes, von Herzen kommendes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer. Ihr seid einfach großartig und habt dazu beigetragen, dass die Geschichte der Stallsanierung am Reitverein Dorsten weiter fortschreiten konnte.

Tag 23 der Stallsanierung 

Mauer hin- Mauern weg – ein Tag voller bleibender Veränderungen

Wer sich heute in der früh dem Reitverein näherte, hörte ein seltsames rhythmisches dumpfes Klopfen und sah kleine Staubwolken an der Außenwand aufsteigen.
Jetzt wusste jeder- es geht nach nur zwei Tagen Verschnaufpause weiter auf der Großbaustelle. Der Maurer rückte an – bewaffnet mit Können, Kraft und einer sehr klaren Mission: mehr Platz für Pferd, Sattel und Zukunft.
Zuerst verabschiedete sich der Durchgang zu den ersten Pferdeboxen. Zack – zu! Aber keine Sorge: Das war kein Rückschritt, sondern ein cleverer Schachzug. Die beiden ersten Pferdeboxen werden dadurch größer und auch in die Sattelkammer wird es zukünftig Platz geben – für Leder, Trensen und Ordnungsliebhaber.
Dann wurde es dramatisch: Große Löcher im Mauerwerk! Nein, kein Vandalismus – pure Vision. Mit kräftigen Schlägen entstanden Öffnungen für die zukünftigen Fenster der neuen Pferdeboxen. Wo früher eine Wand war, kommt jetzt Licht, Luft und jede Menge Reality-TV für unsere Vierbeiner.

Ein aufregender Tag mit einschneidenden Veränderungen.
Vielen Dank an alle, die das möglich machen!!!! 🫶🏻

Denkt daran, am Samstag brauchen wir wieder viele Helferinnen und Helfer, die mit Schleifmaschinen ausgestattet die Stallwände weiter für den Anstrich bearbeiten. 🥳

Tag 24 der Stallsanierung:
Jetzt wird es luftig
Heute waren wieder die super fleißigen Maurer der Firma Temmink am Werk und haben auch die letzten Wände für den Einbau der großen Fenster und Stalltüren eingerissen. Eine staubige Aktion mit eindeutigen Effekten.
Mit erstaunlichem Geschick und einer Geschwindigkeit, bei der man kaum mit Staunen hinterherkam, flogen die Brocken nur so aus der Wand. zack und fertig! Was übrig blieb: jede Menge Bauschutt, der jetzt schnell aus dem Stall geräumt werden muss.
Wer also am morgigen Donnerstag Zeit hat, bekommt dort gerne eine Schüppe in die Hand und kann dann zeigen, was in den eigenen Muskeln steckt. Wir brauchen Hilfe bei der Dreck-Beseitigung!

Solche Arbeiten brachten auch eines mit sich: Staub, Staub und nochmal Staub.
Wer heute hier stand, weiß nun genau, wie sich ein paniertes Schnitzel fühlt.
Doch trotz Staub in jeder Ritze: Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Die letzten Wandöffnungen sind getätigt und der Stall ist seinem neuen Glanz wieder ein gutes Stück näher gekommen.

Ein herzliches Dankeschön an das Maurer-Team und alle zusätzlichen Unterstützer!!!!

Tag 25 der Stallsanierung:
Heute traf er endlich ein – der rote Lager-Container. Noch vor wenigen Tagen war er in unserer Vorstellung ein regenbogenfarbiges Loft mit Rooftopbar, Lichterketten, Vorgarten mit Sonnenliegen und Sonnenuntergangsblick sowie für Klaus und Guido ein Fensterplatz mit Cocktaillieferservice.
In der Realität kam er pünktlich, schwer, rot, gebraucht und ohne Pina Colada im Glas an.
Aber: Er steht. Und er bleibt stehen. Zuverlässig und unverzichtbar
Die Rooftopbar ist aktuell noch ein geistiges Konzept, aber wir haben gelernt:
Erst kommt der Grundstock. Dann der Rest. Vielleicht.

Währenddessen der übergroße rote LEGO Stein auf dem Gelände zum Stehen kam, waren unsere Maurer mit Klaus, Stefan, Werner und Nico wieder ganz fleißig im Stallgebäude im Einsatz.
Stein um Stein wurden Durchgänge zugemauert und Schutt wegtransportiert. Die Kälte forderte unsere Arbeiter beim Verputzen ganz schön heraus.
Er zeigte eindrucksvoll, was er von Frost hält: nichts.
Er machte dicht, war unentschlossen und eindeutig beleidigt.
Aber unser tolles Team gab nicht auf, selbst wenn ein Sturz zusätzlich noch erneuert werden muss. Vielen lieben Dank an die so zuverlässigen und verantwortungsvollen Unterstützer. 🫶🏻

Tag 26 der Stallsanierung:
Heute gaben Klaus , Guido und Stefan wieder richtig Gas und haben den gesamten Metallschrott von der Baustelle entfernt.
Danach ging es dem Mauerwerk zu Leibe. Der lose Putz verabschiedete sich und damit erstrahlt der Stall in einem neuen Charme . Ein riesen Dankeschön an unsere so tollen Jungs.

Tag  26 der Stallsanierung:
Heute gaben Klaus , Guido und Stefan wieder richtig Gas und haben den gesamten Metallschrott von der Baustelle entfernt.
Danach ging es dem Mauerwerk zu Leibe. Der lose Putz verabschiedete sich und damit erstrahlt der Stall in einem neuen Charme . Ein riesen Dankeschön an unsere so tollen Jungs.

01.02.2026

27.⁠ ⁠Tag der Stall-Sanierung – Schleifstaub, Holzglanz & große Dach-Gedanken

Am Samstag wurde wieder ein großer Helferdienst gestartet und stand ganz im Zeichen von Schleifen, Schrubben und Durchhalten. Wände und Metall wurden mit so viel Hingabe geschliffen, dass selbst der Staub am Ende müde war. Feiner Schleifnebel lag in der Luft – kostenlos, aber definitiv nicht wellness-tauglich. Alle helfenden Hände waren im Anschluss vom berühmten Aschenputtel nicht mehr zu unterscheiden. Nur der Prinz auf dem Pferd kam nicht vorbei.
Dabei haben die beiden Mädels Clara und Greta sogar nach der Springstunde noch mitangepackt und die Wände der Box abgeschliffen . Da hätte ein junger Prinz durchaus vorbeikommen können, um sie „zu retten vor dem ganzen Staub.“ 😉
Klaus und Stefan verputzten heute unermüdlich alle Boxenwände weiter.
Ein echtes Highlight des Tages: die Vorderfronten der hölzernen Stallboxen. Mit dem Hochdruckreiniger bekamen sie von unserem Einstallerteam und Familie Gerbig eine Intensivreinigung deluxe. Aus „hat schon viel erlebt“ wurde „wow, so kann Holz aussehen!“ – richtig, richtig sauber und plötzlich wieder strahlend im neuen Glanz.

Auch das Mauerwerk musste heute dran glauben: Der restliche alte Putz wurde konsequent abgetragen, und alte Eisenteile, die sich über Jahre festgekrallt hatten, wurden endlich entfernt. Zeit, loszulassen – Platz für Neues!

Jetzt ist der Stall bereit für den nächsten großen Schritt. Wir stehen da, blicken nach oben und warten darauf, dass das alte Dach endlich verschwindet, um Raum für ein neues zu schaffen. Ein bisschen wie kurz vor dem großen Umbau-Finale – Spannung liegt in der Luft!
Leider waren heute nur wenige Helferinnen und Helfer im Einsatz. Hochmotiviert, aber eindeutig zu wenig Hände für so ein großes Zukunftsprojekt. Unser Wunsch bleibt daher klar:
Wir möchten mehr Menschen für dieses Projekt begeistern, die Lust haben mit anzupacken, Teil von etwas Großem zu sein und diesen Stall gemeinsam für die Zukunft stark zu machen.
Denn eines ist sicher:
Hier entsteht nicht einfach ein sanierter Stall – hier entsteht Zukunft.

28.⁠ ⁠Tag der Stallsanierung :  02.02.2026
Der Tag, an dem das Dach verschwand
Dieser Tag geht in die Annalen des Reitvereins ein. Manche Tage sind einfach historisch. Heute war so einer. Denn: Das alte Stalldach wurde entfernt.
Es war ein bisschen so, als würde man eine alte Konservendose öffnen: lange verschlossen, dunkel und zerbeult und heute endlich der Moment – klack – und es erscheint Licht, Luft und Zukunft.
Mit passenden Schutzanzügen und Atemschutz rückte das Sanierungsteam dem Asbestdach Stück für Stück zu Leibe. Vorsichtig, konzentriert und mit dem Ernst einer archäologischen Ausgrabung wurde Platte um Platte abgetragen. Keiner sagte etwas- alle waren einfach nur gespannt.
Während oben Geschichte geschrieben wurde, herrschte unten mit unseren treuen Baukönigen ebenfalls reger Betrieb: Sattelkammer und Eingangstür bekamen frischen Putz. Glatt, neu und so geschniegelt, dass man kurz überlegte, ob man beim Betreten künftig einen Knicks machen sollte. Multitasking vom Feinsten – oben Abriss, unten Aufbau. Ein Sinnbild für den Fortschritt.
Und dann kam der magische Moment: Der Blick von der Hauptstallgasse nach oben : Luft! Licht! Himmel! Der Stall wirkte plötzlich so offen, dass man fast dachte, die Schwalben könnten gleich einziehen. Ein Stall mit Panoramablick – das hatte es hier auch noch nie gegeben. Definitiv ein geschichtliches Ereignis für den Reitverein, inklusive ehrfürchtigem Innehalten und mehreren „Wow“-Momenten.

Während auf der einen Seite geackert wurde , nutzen unsere Schulpferde die Gelegenheit für ausgiebige Schmuseeinheiten. Streicheleinheiten statt Baustress, Kraulen statt Chaos. Prioritäten müssen schließlich stimmen.
Vielen Dank an alle, die heute dabei waren und so viel geleistet haben. 🫶🏻

Stallsanierung Tag 29: Der Baustellenthriller ODER auf der Suche nach dem blauen Thron

Man denkt ja, nach 28 Arbeitstagen Baustelle hat man schon alles gesehen. Denkste. Eigentlich fing alles ganz einfach an. Für die kommende Zeit wurde ein Dixi Klo für unsere fleißigen Arbeiter bestellt, dass – laut Aussage der Verleihfirma- auch heute Morgen ganz normal angeliefert wurde. ABER: als die Arbeiter die Baustelle betraten, sahen sie viel Arbeit, jedoch ausgerechnet der Ort, für die dringendsten Geschäfte des Tages war einfach nicht zu entdecken. Diebstahl? Flucht? Entführung ? Ein Mysterium – Ein Moment kollektiver Verwirrung breitete sich aus. Blicke wanderten. Stirnfalten entstanden.
Das bestellte Dixi-Klo war einfach verschwunden. Was folgte, war keine gewöhnliche Baustellenroutine, sondern eine ausgewachsene Jagd auf das verschollene Dixi-Klo. Suchtrupps wurden entsandt – naja vielleicht war es auch nur unsere liebe Vorsitzende Dorothee – Verdachtsorte überprüft, Blicke schweiften suchend über Höfe und Zufahrten. Für einen kurzen Moment hatte es etwas von einer Schnitzeljagd – nur mit deutlich höherem praktischem Nutzen.
Während also die Dixi-Klo Suche voranschritt, ging die Sanierung unbeirrt weiter: Klaus und Stefan waren förmlich im Putz-Wahn, nur nicht mit Staubwedel und Bodenwischer zu Hause, sondern mit Mörtel und Kelle am Mauerwerk.
Ein fantastisches Ergebnis zeigte sich am Ende des Tages. Der Elektriker zog neue Kabelstrippen durch den Stall, als würde er ein modernes Nervensystem verlegen. Alles für die zukünftigen Stromquellen, die bald Licht ins Dunkel – und Ordnung ins Kabelchaos – bringen sollen.
Und plötzlich die Erleichterung: Dorothee fand das verschollene Dixi und brachte es sicher zur Reitanlage. Es wurde einfach versehentlich an den falschen Ort gestellt.
Zusammengefasst:
Draußen? Kalt. Nass. Unfreundlich.
Drinnen? Betriebsamkeit, Gelächter und diese ganz eigene Baustellenenergie, bei der selbst Regen und Matsch irgendwann kapitulieren.
Ein ereignisreicher Tag also. Mit Fortschritt, Spannung, Elektrik – und einem Dixi-Klo, das uns gelehrt hat:
Auf einer Baustelle kann wirklich alles passieren.
Wir sind froh, dass so tolle Menschen dieses Projekt so aktiv und mit unfassbaren Einsatz begleiten und unterstützen. 🙏🏻

30.⁠ ⁠Arbeitstag der Stallsanierung :
Vom Pferdestall zum Erlebnisbad – Eintritt heute nur mit Gummistiefeln

Nach ein paar Tagen Verschnaufspause ging es heute mit großem Einsatz weiter.
Es wurde feucht. Sehr feucht. Der Stall erlebte seine ganz persönliche Wellness-Behandlung, denn die Hochdruckreiniger liefen heißer als die Kaffeemaschine am Montagmorgen. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich der Stall in eine Mischung aus Schwimmbad, Tretbecken und Pferde-Spa – fehlten eigentlich nur noch Badelatschen und ein „Bitte nicht vom Beckenrand springen“-Schild.

Viele helfende Hände packten an, als gäbe es einen inoffiziellen Wettbewerb: Wer bringt die Wand zuerst zum Glänzen, dass man sich darin spiegeln kann? Alle Wände wurden gründlich abgespritzt, die letzten Boxenwände auf Hochglanz poliert, bis auch das letzte Staubkorn der letzten 30 Jahre das Weite suchte.
Das Metall der ältesten Boxentüren bekam einen neuen Anstrich in hellem Grau – so elegant, dass man kurz überlegte, ob sie jetzt eher in einen Design-Loft als in einen Pferdestall gehören. Ein neuer Charme zog ein. Ganz offiziell.
Währenddessen gaben nicht viele, aber unsere treuesten Helferinnen und Helfer so viel Gas, als hätten sie heimlich alle den gleichen Energydrink erwischt.
Klaus und Guido bekamen heute tatkräftige Verstärkung von Johanna beim Verputzen der Wände. Gemeinsam wurde gespachtelt, geglättet und geschniegelt bis auch das letzte Loch verschwunden war.
Ute, Silvia und Petra ließen die Drahtschwämme über die Boxenwände gleiten – mit einer Hingabe, die man sonst nur von Menschen kennt, die unbedingt noch den letzten Keks aus der Dose kratzen wollen. Am Ende war vom Drahtschwamm ungefähr so viel übrig wie von einem Radiergummi nach der Mathearbeit: fast nichts.
Zur Mittagszeit wurde dann eine wohlverdiente Pause eingelegt. Pizza! Der universelle Baustellentreibstoff. Gestärkt, zufrieden, nass und schmutzig ging es danach in Runde 2 weiter – in dem das Team aus Susi, Marie, Emily, Julia und Eva sich dem Wasserdruck aus dem Hochdruckreinigern stellten, denn ein Stall, der heute zum Schwimmbad wurde, soll schon bald wieder Pferde beherbergen.
Dafür muss er jetzt wohl trockengelegt werden, bevor in der kommenden Woche der Dachaufbau stattfindet. Wir sind gespannt.
Ein riesen Dankeschön an alle Kleinen und Großen, die heute wieder so aktiv mitgemacht haben. Toll, dass es euch gibt!!!

31.⁠ ⁠Arbeitstag der Stallsanierung:
Jetzt geht’s hoch hinaus

Heute lag schon früh am Morgen eine besondere Spannung in der Luft. Man spürte: Hier beginnt etwas Großes. Und tatsächlich – noch bevor der erste Kaffee richtig wirken konnte, rollte ein gewaltiger Kran auf den Hof. Werner war direkt vor Ort und sorgte für den reibungslosen Ablauf. Allein der Anblick des riesigen Krans ließ auch sein Herz höherschlagen. Meter um Meter ragte der Ausleger in den Himmel.
Kurz darauf traf die nächste Lieferung mit dem großen Traktor ein: mächtige Holzbalken, sorgfältig gestapelt, frisches Holz mit diesem unverwechselbaren Duft nach Zukunft und Neubeginn. Es war beeindruckend, die Menge an Material zu sehen – ein deutliches Zeichen dafür, wie umfangreich die Sanierung des Stall­daches ist.
Mit ruhiger Präzision hob der Kran die ersten Balken an. Langsam schwebten sie über den Hof, vorbei an neugierigen Blicken und staunenden Gesichtern. Jeder einzelne Hub war ein kleines Schauspiel: Das schwere Holz wirkte beinahe leicht, während es in luftiger Höhe an seinen Bestimmungsort manövriert wurde. Unten verfolgten alle gebannt das Geschehen – ein Zusammenspiel aus Technik, Handwerk und Teamarbeit.
Oben auf dem Dach wurde konzentriert gearbeitet. Besonders am Giebel herrschte reges Treiben. Dort wurde ausgebessert, verstärkt und vorbereitet – mit dem klaren Ziel vor Augen: Morgen sollen bereits die ersten Teile des Daches gedeckt werden. Ein bedeutender Meilenstein!

13.02.26

Arbeitstag 32 & 33 der Stallsanierung – Wenn das Dach wächst und ein Gänsehautmoment dem anderen folgt

Es gibt Baustellentage, an denen passiert etwas.
Und es gibt Baustellentage wie diese, an denen man mittags glaubt, man wäre an einem anderem Ort.
Die letzten zwei Tage gehörten definitiv zur Kategorie: „Wo kommt denn plötzlich dieses Dach her?!“
Mit Ruhe, Präzision und Geschwindigkeit wurde das Dach Platte für Platte aufgelegt.
Man konnte quasi dabei zusehen, wie aus „offenem Himmel“ langsam „gemütlicher Stall mit All-Inclusive-Wetterschutz“ wurde.
Jede neue Platte brachte ein kleines Stück mehr:
• mehr Schatten
• mehr Schutz
• mehr dieses wunderbare Gefühl von „Jetzt wird’s richtig!“
Und während man noch versuchte, die Anzahl der bereits montierten Elemente zu zählen, war die nächste schon oben.
Ein Hoch auf Menschen, die mit solchen riesigen Maschinen umgehen können.

Dann kam dieser Augenblick.
Dieser eine.
Die ersten Vorderfronten wurden in die vorderen Boxen eingesetzt.
Plötzlich war da nicht mehr nur Baustelle.
Plötzlich war da ein Stall zu erkennen.
Man schaut es sich an – und konnte förmlich schon das zufriedene Schnauben, das Rascheln von Heu und das gelegentliche Wiehern der Pferde hören.
Ja, genau dafür machen wir das!

Während oben geschraubt, gehoben, ausgerichtet und eingepasst wurde, hatte sich unten eine Mischung aus:
• Bauleitung
• moralischer Unterstützung
• spontanem Einsatzkommando formiert.
Guido, Klaus, Werner und Dorothee beobachteten das wilde, hochkonzentrierte Treiben der Firma Sicon und des Stallbauerteams Jünck – stets bereit, dort einzuspringen, wo:
• eine Hand fehlte
• ein Blickwinkel gebraucht wurde
• oder einfach jemand kurz „halten“ musste, während ein anderer „mal eben“ etwas ausrichtete.
Flexibel und wertvoll wie ein Schweizer Taschenmesser.

Und als wäre das alles nicht schon genug, wurde parallel damit begonnen, die Verstrebungen zur Verstärkung des Daches einzubauen, damit dieses Dach auch jedem Wetter Stand hält.
Diese zwei Tage hatten alles:
• Tempo
• Teamarbeit
• Präzision
• und diese ganz besondere Baustellenmagie, bei der aus Material plötzlich Vision wird.
Aus einem gut durchdachtem Plan wurde ein ganz klares
„Hier entsteht unser Stall.“
Und irgendwo zwischen Dachplatten, Boxenfronten und Verstrebungen wuchs sie immer weiter: die Vorfreude auf das Endergebnis.

An die Firma Sicon,
an das Stallbauerteam Jünck,
an Guido, Klaus, Werner und Dorothee,
und an alle helfenden Hände, mitdenkenden Köpfe und mitfiebernden Herzen:
Ihr macht aus dieser Baustelle ein wundervolles Zuhause für unsere Vierbeiner.
Vielen Dank. 🤩

33.⁠ ⁠Arbeitstag der Stallsanierung – Die Rückkehr der Boxenfronten & andere wunderbare Heldentaten

Die Boxenfronten sind zurück! Und zwar nicht irgendwie – sondern stilecht chauffiert von unserem ehrwürdigen Oldtimer-Traktor, gesteuert von Kapitän Werner persönlich, der jede einzelne Front mit der Präzision eines Hafenlotsen in den Stall manövrierte.
Drinnen warteten bereits Frederik & Nico, bewaffnet mit Werkzeug und Konzentration. Front für Front verschwand an ihren Bestimmungsort- auch wenn mal zwischenzeitlich kurz die Reihenfolge vergessen wurde, so dauerte es nicht lang und zack, alles drin.
Da sag ich mal : Werner, Wette gewonnen! Noch vor dem Mittag waren alle Boxenfronten wieder geschniegelt und gestriegelt an Ort und Stelle. Applaus und Konfetti!
Währenddessen lief die „Operation Loch-weg“ unter der Leitung von Johanna und ihrem Verputzerteam. Löcher in den Wänden? Existierten nur noch in der Erinnerung. Johanna, die in dieser Woche bis spät abends vorgearbeitet hat, verputzte mit einer Geschwindigkeit, bei der selbst Spachtelmasse kaum hinterherkam – alles für den großen Masterplan: Die Pferde kehren pünktlich zurück!
Klaus & Guido verwandelten parallel die künftigen Dübel-Wände in glatte, stabile Kunstwerke – so fest, dass kommende Bohrmaschinen vermutlich erst um Erlaubnis fragen müssen.
Dann plötzlich- ein Problem.
Eine Boxentür passt nicht in den Durchgang.
Ein Messfehler! Kurz hielt die Welt den Atem an… doch unsere Vorsitzende Dorothee reagierte besonnen und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Einmal das Telefon gezückt und der Maurer ließ alles fallen und eilte heldenhaft zum Ort des Geschehens. Lösung in Sicht, Happy End ab morgen garantiert. Baustellen-Action in Echtzeit!
In der Sattelkammer arbeiteten Reinhard & Oliver im Duo der Bohrmeister und Deckenzauberer. Aus „morsch“ wurde „wow“ – eine neue Decke wurde geschaffen, die den Raum durch ein helles weiß erstrahlen lässt.
Und als wäre das nicht genug, sorgte eine ganze Schar fleißiger Helferinnen und Helfer dafür, dass Tiefengrund auf die Wände aufgetragen wurde – die unsichtbare Grundlage für den großen Glamour-Auftritt der Wände am kommenden Wochenende. Zeitgleich kümmerte sich ein weiteres Helferinnenteam um die Zerlegung alter Metallschränke , deren Böden sich so schon selbstständig gemacht hatten.
Und draußen : Schnee, klirrende Kälte, Eisfinger.
Rettung zum Aufwärmen gab es dann drinnen bei Dagmar in der Horsebar durch die selbstgemachte Suppe der Geschäftsführung und Andys Kuchen.
Fazit des Tages:
So viele großartige Menschen, so viel Einsatz, so viel Herzblut – der Stall wird nicht nur saniert, er wird mit Teamgeist, Humor und Kuchenliebe neu geboren.
Vielen Dank für euren wunderbaren Einsatz auf so viel unterschiedliche Art und Weise. ♥️

34.⁠ ⁠und 35. Arbeitstag der Stallsanierung:
Zwischen Schneeflocken, Regentropfen und Schraubenschlüssel

Was entsteht, wenn engagierte Handwerker mit Unterstützung von Dorothee und Werner, viel Kompetenz, eine gute Planung und die gemeinsame Vision eines modernen Stalls aufeinandertreffen?
Genau – ein Projekt, das nicht nur Wände und Boxen schafft, sondern Begeisterung.
Während draußen das Wetter versuchte, sich als Mischung aus Tiefkühltruhe und Waschanlage zu profilieren, wurde drinnen Großes vollbracht: Das Dach wurde oben vervollständigt und zwar genau in dem Moment, als darunter die neuen Pferdeboxen entstanden. Was für ein Timing solch fleißiger Handwerker.
Die Männer der Firmen Sicon und der Firma Jünck bewiesen eindrucksvoll, dass man Schnee ignorieren, Regen wegblinzeln und Temperaturen im einstelligen Bereich einfach mit Muskelkraft kontern kann. Eingepackt wie Zwiebeln, aber mit der Energie eines frisch gefütterten Turnierponys, wurde geschraubt, gehämmert, montiert und gezaubert.
Und das Ergebnis nach nur ein paar Tagen:
Ein Stall mit mehr Platz,
mehr Helligkeit, mehr „Wow, hier möchte ich sofort einziehen“ – und zwar nicht nur für die Vierbeiner.

Apropos Feinschliff: In der Sattelkammer schwang Reinhard Tümmers das Werkzeug mit der Präzision eines Dressurreiters in der Kür. Die Decke wurde fertiggestellt und präsentiert sich jetzt so geschniegelt, dass man fast Hemmungen hat, dort ein staubiges Halfter aufzuhängen.
Doch damit nicht genug – demnächst kommt Farbe an die Wände. Und dann ziehen die großen Schränke für den langersehnten Stauraum ein.

Nun steht der Elektriker in den Startlöchern – vermutlich mit Kabeln bewaffnet und einem Blick, der sagt: „Lasst mich rein, ich bringe Licht ins Leben.“
Und über allem schwebt diese wunderbare Vorfreude: der Moment, wenn die Pferde wieder einziehen können.
Man kann es sich jetzt schon vorstellen:
Neugieriges wiehern,
aufgeregtes Hufgetrappel auf neuem Boden,
der prüfende Blick, der eindeutig sagt:
„Sehr schön. Das nehme ich.“
Kurz gesagt:
Diese Baustelle kommt jeden Tag einem echten Stalljuwel näher – erschaffen von wetterfesten Handwerkern und ehrenamtlichen Helfer:innen mit viel Herzblut und Humor.
Und wenn unsere Vierbeiner dann einziehen, wird es den Moment geben, in dem man durch den Stall geht, tief einatmet und denkt:
Ja.
Genau dafür hat sich jede kalte Zehe gelohnt. Hoffentlich!

 

36.⁠ ⁠Arbeitstag zur Stallsanierung:
Ganz kurz und knapp: Das Dach ist fertig – ein Gefühl von Schutz und Ankommen. Die Zwischenwände stehen und verwandeln die große, leere Hülle Stück für Stück in echte Pferdeboxen. Und mit den ersten eingesetzten Fenstern bleibt die klirrende Kälte draußen- zumindest ein bisschen.
Wenig Worte für viel Gefühl: ein richtig guter Tag.

19.02.2026

37.⁠ ⁠Arbeitstag der Stallsanierung: Rentner-Brüder im Einsatz- aber die Erfahrung von Jahrzehnten schraubt noch immer am schnellsten

Es war Teamarbeit in ihrer reinsten Form: zwei Brüder, ein Akkuschrauber, drei Meinungen und mindestens fünf Geschichten darüber, wie man das „früher besser gemacht hat“.
Für Außenstehende blieb die große Frage: Wer von beiden hat eigentlich mehr Ahnung? Die Antwort lautet – wie so oft im Stall – beide. Und jeder ein bisschen mehr als der andere. Eine Mischung aus jahrzehntelanger Routine und fachlicher Diskussion auf höchstem Niveau mit dem Blick auf die alten Zeiten.
Die Pferde interessierte das Ganze weniger, aber sie wissen genau: Hauptsache, das Futter kommt pünktlich.
Dann betrat die nächste Generation die Stallungen: Frederik, Sohn von Werner, frisch motiviert und mit einer Vielzahl von Schrauben ausgestattet. Gemeinsam mit seinem Vater sortierten sie das Material und die Schläuche für die Stalltränken.
Es wurden erste Arbeitsschritte gemacht, Pläne geschmiedet, Schläuche begutachtet und passend gelegt, ganz nach dem bewährten Stallmotto: Ordnung ist das halbe Leben, die andere Hälfte sucht den passenden Anschluss.
Parallel dazu huschte Stallbauer Jünck durch den Stall und erledigte noch Restarbeiten.
Doch über all dem lag heute ein ganz besonderer, emotionaler und zugleich historischer Moment:
Heute hätte unser Ehrenmitglied Heinrich Langhoff seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Über ein halbes Jahrhundert lang war er dem Verein mit unermüdlichem Einsatz und Herzblut treu.
Er war nicht nur Ideengeber, sondern Visionär mit Pferdeverstand. Ein großer Wunsch war immer:
Mehr Platz für die Pferde. Bessere Bedingungen. Ein Stall mit Zukunft.
Zu Lebzeiten sprach er oft von der so notwendigen Stallsanierung.
Dass ausgerechnet an seinem 100. Geburtstag seine Pläne sichtbar Wirklichkeit werden und der Stall sich verwandelt – ist kein Zufall, sondern ein Gänsehautmoment.
Man hätte ihn heute vermutlich mitten im Geschehen gefunden:
mit verschränkten Armen, einem zufriedenen Lächeln und einem fachkundigen Kommentar.
Wir schicken heute einen Gruß in den Himmel, denn neben der Unterstützung der Stadt hat auch Heinrich eine Beitrag dazu geleistet. Danke, Heinrich. 🕯️

So wurde heute geschraubt, sortiert, montiert und gleichzeitig gedacht, gelacht und erinnert.

38.⁠ ⁠Arbeitstag: Zwei Rentner⁠- Zwei Brüder- Ein Vorhaben und
umzählige Schläuche

Heute verwandelte sich die Baustelle in eine Mischung aus Dschungelcamp, Senioren-Olympiade und Handwerker-Lehrfilm. Verantwortlich dafür: Werner und Norbert – die zwar laut Geburtsurkunde im Ruhestand sind, praktisch aber heute mehr Meter gemacht haben als ein Paketbote in der Vorweihnachtszeit.
Schon am Morgen rückten sie an, mit diesem Blick purer Entschlossenheit.
Kurz darauf zog sich ein Schlauch nach dem anderen durch die Stallgasse. Meter um Meter. Wer zufällig durch den Stall lief, hatte gute Chancen, entweder direkt angeschlossen zu werden oder zumindest Teil des neuen Bewässerungssystems zu werden.

Es wurde gezogen, geschoben, unten durch gefädelt, fachmännisch begutachtet und mit Kommentaren versehen, die nur echte Profis verstehen:
„Heb an.“ – „So passt’s.“ – „Des bleibt jetzt so.“
Am Ende des Tages: die ersten Tränken montiert!
Am Dach wurde nur kurz weitergemacht.
Die letzten Arbeiten wurden galant auf nächste Woche verschoben – vermutlich aus Respekt vor so viel geballter Rentner-Energie. Wir ziehen den Hut und sagen Danke für den großartigen Einsatz. 🥳

Und währenddessen wurden am Abend Dagmar und Susi bei der Gala des Sports für die über 40 Jahre lange Treue und das ehrenamtliche Engagement im Verein geehrt. Herzlichen Glückwunsch.

39.⁠ ⁠Arbeitstag der Stallsanierung:
Der neue Stall nimmt Formen an Dank so viel Unterstützung durch fleißige Helferinnen und Helfer.
Hier sagen Bilder mehr als tausend Worte. Ein großes Kompliment und viel Anerkennung an alle, die heute dabei waren .

Etwas verspätet: Montag war der 40. Arbeitstag der Stallsanierung:
Zwischen Rohrkunst, Hochdruck und duftende Dixi-Momente

Schon früh am Morgen sah man zwei furchtlose Helden, die die Höhen des Gebälks erklommen: Werner und Norbert, Meister der Rohre und Bezwinger der Schwerkraft. Mit festem Blick und Schraubenschlüssel in der Hand zähmten sie die widerspenstigen Wasserleitungen und zwangen sie in eine Ordnung. Hoch über den Stallungen entstand ein schwarzes Netz aus Leitungen – ein stilles Versprechen, dass künftig jedes Wasser seinen Weg finden möge.

Doch während dort oben das Werk der Technik vollbracht wurde, zog unten eine weitere Macht herauf: Silvia, die Unerschrockene, Hüterin des Hochdruckreinigers. Mit donnerndem Brausen entfesselte sie eine Flut, gegen die jeder jahrzehntealte Schmutz vergeblich Widerstand leistete. In den letzten Boxen fand noch eine Verwandlung statt: Wo zuvor das Grau der Vergangenheit lag, erstrahlte nun eine alte Betonwand , die nun auf ihren Anstrich wartet.
Währenddessen erschien die Fa. Sicon, die neue Dachrinnen an das Dach formten, die sich wie ein schützender Schild entlang der Kante legte. Künftig würden Regen und Sturm nicht mehr ungebändigt herabstürzen, sondern diszipliniert ihren vorgeschriebenen Pfad nehmen.
Und dann rückten die Wagen an, um das sagenumwobene Dixi-Klo von strengen Gerüchen und anderen Hinterlassenschaften zu befreien. Ein Akt von solcher Tragweite, dass selbst der Wind kurz innehielt.

So schreitet die Sanierung voran, Stein um Stein, Leitung um Leitung, gereinigte Wand um gestrichene Wand. Der Stall, einst gezeichnet von den Jahren, erhebt sich Schritt für Schritt zu neuer Größe – getragen von Heldenmut, Hochdruck und einem neuen Dach, das der Zukunft Stand hält.
Vielen Dank an unsere heutigen Heldinnen und Helden. 🦸‍♀️ 🦸‍♂️

 

26.02.2026

41.⁠ ⁠Arbeitstag der Stallsanierung inkl. Stallwand al dente:
Wer heute in den Stall kam, hätte meinen können, wir hätten heimlich eine Großküche eröffnet. An den Wänden entlang ziehen sich nun in perfekter Linienführung schwarze Schläuche durch die Stallgasse – fein säuberlich angerichtet wie ein besonders modernes Nudelgericht. Nur dass diese „Pasta“ nicht satt macht, sondern die Tränken zuverlässig mit Wasser versorgt.
Gemeinsam haben Werner, Nico und Norbert die Leitungen weiter verlegt, gezogen, ausgerichtet und dabei festgestellt: Ein Schlauch hat ungefähr so viel Eigenleben wie eine rohe Spaghetti – nur widerspenstiger. Am Ende hängt jetzt aber alles sauber und strukturiert an seinem Platz und bildet ein beeindruckendes Versorgungsnetz. Dank des Zirkulationssystems bleibt das Wasser selbst im Winter in Bewegung, sodass keine Tränke mehr zum Eisblock mutiert. Getränkeservice rund um die Uhr – es fehlt nur noch der Barkeeper.
Während also unser Stallprofis ihre „schwarzes Nudelkunstwerk“ vollendeten, sorgte der Elektriker von der Firma Baumann für den nächsten Aha-Moment. Licht in der neuen Sattelkammer! Auch in den ersten Pferdeboxen kam es „zur Erleuchtung“.
Das absolute Highlight kam dann von oben: Die neue Lichtkuppel auf dem Dach. Seitdem fällt das Tageslicht in den Stall, als hätten wir ein Fenster direkt zum Himmel eingebaut. Freundlich, hell und so einladend, dass man fast selbst sein Wohnzimmer in eine der Boxen verlegen möchte.
Fazit: Die Stallgasse hat jetzt ein Wassersystem wie ein Luxushotel, Licht wie ein Wintergarten und Wände in angesagter „Schlauch-Optik“. Fehlt eigentlich nur noch die Speisekarte mit unserem Spezialgericht: Spaghetti Stallgasse – serviert in Schwarz, mit fließendem Abgang.

 

01.03.2026

42.⁠ ⁠Arbeitstag der Stallsanierung:
Pinsel-Party unter Zeitdruck
Heute wurde es farbig. Also so richtig farbig. Nicht im Sinne von „ein bisschen frischer Anstrich“, sondern eher in der Kategorie „wenn wir jetzt nicht Gas geben, schlafen die Pferde demnächst im Wohnzimmer“. Der Countdown läuft nämlich gnadenlos: schon in 2 Wochen muss das Stallzelt abgebaut werden. Bis dahin muss gestrichen, geschrubbt, geschleppt, geschraubt, eingeräumt und vermutlich auch kurz gezaubert werden. Ein zeitlicher Marathon – allerdings ohne Startnummern, dafür mit Farbrolle.

Zum großen Helfer:innentag rückte eine beeindruckende Mischung aus Einstaller:innen und ehrenamtlichen Held:innen aller Altersklassen an. Die Arbeitsweise ließ sich am besten mit „organisiertem Gewusel“ beschreiben:
Es wurde übereinander, nebeneinander und stellenweise fast aufeinander gearbeitet – ein lebendiges 3D-Wimmelbild in Arbeitskleidung. Wer kurz stillstand, wurde entweder direkt mit einem Pinsel bewaffnet oder bekam einen Eimer in die Hand gedrückt.

Es ging mit Farbe, Lack und Holzlasur an die Wände und die Balken. Besonders die Holzbalken bekamen eine Wellnesskur, bei der sie jetzt aussehen, als hätten sie ein Spa-Wochenende gebucht.

Im oberen Bereich des Stalls waren derweil Reinhard und Guido zugange, die in einer Mischung aus Präzision, Muskelkraft und vermutlich heimlicher Zimmermannsmagie eine Wand einzogen, um benötigte Lagerflächen zu schaffen.
Überhaupt: Alle waren unermüdlich im Einsatz. Vom Nachwuchshelfer bis zur erfahrenen Stalllegende – es wurde geschleppt, gestrichen, gewischt und organisiert, als gäbe es am Ende Medaillen.
Der emotionale Höhepunkt des Tages kam zur Mittagszeit – in Form von Andys legendärer Currywurst. Für einen kurzen Moment herrschte andächtige Stille im Stall. Selbst die Farbrollen schienen respektvoll innezuhalten. Neue Energie wurde getankt, Motivation nachgeladen und der Endspurt eingeläutet.

Bis in den späten Abend hinein klapperten Leitern, rollten Pinsel und wurden letzte Eimer bewegt. Erst die Dunkelheit – dieser natürliche Feierabendbeauftragte – konnte den letzten Unermüdlichen davon überzeugen, die Arbeit niederzulegen.
Fazit des Tages:
Der Stall ist bunter, sauberer, strukturierter – und das Helferteam absolut stalltauglich für jede olympische Disziplin in der Kategorie „Sanierung unter Zeitdruck“.
Sonntag geht’s weiter, denn es gibt immer noch Stellen, die auch ein bisschen Farbe vertragen können. Vielen Dank an jeden Einzelnen, der sich so intensiv für das Projekt einsetzt.

43.⁠ ⁠und 44. Arbeitstag der Stallsanierung:
Jetzt wird’s hektisch
„Schau mal da draußen!“, schnaubt Anton und stößt Nacho mit der Nase an. „Die Zweibeiner sind ja völlig aus dem Häuschen! Komm, das musst du dir ansehen!“
„Oh. Tatsächlich. Sie rennen ja, als gäbe es heute Heu mit doppelter Portion Möhren.“
Und was sich draußen abspielt, ist wirklich sehenswert: Einige Helfer:innen flitzen mit Pinseln und Farbeimern über den Hof, einige mit Brettern unter dem Arm, andere mit einem Kaffeebecher in der Hand und diesem ganz speziellen Blick zwischen Vorfreude und „Oh je, schaffen wir das noch?“. Da wird von Guido und Silvia nochmal eben ein letztes Stück Deckenübergang vor der Reithalle entfernt und der Müll in Tüten verpackt. Man hört Hämmern, Schleifen, Rufen – und gelegentlich ein leises „Wo ist denn jetzt schon wieder der Schraubenzieher?!“
„Ich glaube, sie renovieren nicht nur den Stall“, murmelt Anton, der durch das Fenster des Stallzeltes das bunte Treiben beobachtet. „Das ist eindeutig Hochleistungssport im Hindernislauf mit Farbeimer und Akkuschrauber.
Die letzten Tage vor Beendigung der Arbeiten sind angebrochen, und man merkt es deutlich. Alles muss noch auf Vordermann gebracht werden. Müll wird abtransportiert und alte Bretter verschwinden.
„Und hörst du das Summen?“, fragt Nacho und spitzt die Ohren. „Der Elektriker gibt jetzt richtig Gas.“
Tatsächlich: Kabel werden verlegt, Lampen montiert, Schalter getestet. Bald kann auch das letzte Licht angeschaltet werden.
Währenddessen helfen viele mit, damit auch die Tränken rechtzeitig in Betrieb genommen werden können. „Ich hoffe, sie wissen, wie wichtig ein zuverlässiger Wasserservice für uns ist“, sagt Anton bedeutungsvoll.
Die Boxenwände erhalten den letzten Feinschliff durch den Stallbauern. Mit prüfendem Blick werden Schrauben kontrolliert, Kanten geglättet und Türen eingestellt. Und wenn man glaubt, jetzt sei alles fertig, entdeckt garantiert jemand noch eine Stelle, die „nur schnell“ nachgestrichen werden muss.
Besonders bewundern wir die Einstellerinnen. Bis abends sitzen sie mit Farbpinseln in den Boxen. Mit erstaunlicher Geduld streichen sie Bretter, bessern Ecken aus.
Noch stehen viele kleinste Arbeiten an. Hier eine Schraube, dort ein letzter Pinselstrich, da noch einmal gründlich durchfegen. Die Aufregung steigt – vor allem bei den Zweibeinern .
Wir freuen uns darauf.

04.03.2026

45.⁠ ⁠Arbeitstag der Stallsanierung:
Der Countdown läuft: In Kürze steht der große Umzug der Vierbeiner an. Daher konnte man am heutigen Mittwoch den ganzen Tag über ein buntes Treiben auf dem Gelände im Ovelgünne beobachten.
Der Elektriker, der Firma Baumann, sorgte für eine „Glanz-Leitung“ , die durch einen neuen Stromverteilerkasten noch mehr Spannung in den Stall brachte.
Werner und Norbert montierten die letzten Futtertröge und Tränken an, damit sich auch nachher kein Vierbeiner beschwert, dass bei der Vollpension die Teller und Becher fehlen. Dann – ein epischer Moment: Mit dem Abbau des Gerüsts fiel der letzte Vorhang: Die Stallanlage trat ins Rampenlicht – zeigte stolz, was in Wochen harter Arbeit erschaffen wurde.
Susi säuberte danach mit viel Einsatz den Innenhof und Johanna, Marie, Emily, Julia und Sabrina und Silvia sah man bis spät in den Abend mit Farbeimern und Pinseln an den Wänden und Türen kleben, damit noch die kleinste Ecke einen neuen Farbanstrich bekam. Eva war zeitgleich der Schrecken der Holzwürmer. Mit passender Lasur verscheuchte sie auch den letzten „Mietling“ aus den alten Sattelhaltern.
Jedem einzelnen, der heute mitgeholfen hatte, stand die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben- aber die Vorfreude auf den lang ersehnten Einzug in die neue Ross- Residenz lässt jede Müdigkeit vergessen. Vielen lieben Dank an so viele tolle helfende Hände. Ein großes Dankeschön auch an Dagmar, unsere Fotografin vor Ort.

Bericht zum 46. Arbeitstag am Donnerstag, den 05.03.26 – Endspurt für die Pferde!

Langsam aber sicher wird es ernst: Die Baustelle befindet sich inzwischen im Endspurt. Überall wird gewerkelt, geschleppt, montiert und geputzt – denn die zukünftigen Bewohner sollen schließlich nicht denken, sie ziehen in eine Baustelle ein.
Albert startete den Tag mit Feinarbeit und brachte an den Wasserleitungen der Tränken eine ordentliche Verbissschutz an. Damit sehen die Leitungen jetzt nicht nur besser aus, sondern sind auch so schick versteckt, dass selbst neugierige Pferdenasen nicht auf dumme Gedanken kommen können.
Reinhard kümmerte sich intensiv und hochmotiviert um die Tür zur Sattelkammer. Nach dem üblichen Baustellenballett aus Messen, Halten, Schrauben und einem gelegentlichen „Heb mal kurz!“ war sie schließlich montiert. Und das Beste: Sie funktioniert. Jetzt kann endlich die Kammer gefüllt werden.
Währenddessen machten sich Klaus und Stefan daran, die Platten auf dem Rasen zu entfernen. Was zunächst nach einer kleinen Nebenaufgabe klang, entwickelte sich schnell zu einer sportlichen Einheit, die locker als alternatives Fitnessprogramm durchgehen könnte.
Stefan blieb danach im Arbeitsfluss und verputzte an beiden vorderen Ställen den Eingang bzw. die Bodenschwellen. Jetzt sieht das Ganze wieder so ordentlich aus, dass man fast versucht ist, vor dem Betreten die Stiefel abzutreten.
Im Innenbereich gingen Reinhard und Klaus der Decke an den Kragen und entfernten einige Balken. Natürlich alles mit fachmännischem Blick – und mit dem gelegentlichen Staubregen, der auf keiner Baustelle fehlen darf.
Dagmar übernahm die Aufgabe, die Wand am „langen Stall“ mit dem Hochdruckreiniger zu säubern. Das Ergebnis: Die Wand ist jetzt blitzsauber – und Dagmar weiß wieder, warum man bei solchen Arbeiten besser nicht im Spritzbereich steht.
Der wohl anstrengendste Teil des Tages lag jedoch bei Guido, Silvia, Klaus. Gemeinsam schleppten sie die restlichen Dachplatten hinter den Stall. Wer dabei zugeschaut hat, weiß: Das war definitiv nichts für schwache Arme. Respekt an das gesamte Schlepp-Team!

Zum Abschluss war Reinhard erneut im Einsatz und brachte in den beiden vorderen Ställen Verblendungen an den Holzbalken an. Damit sieht das Ganze nicht nur stabiler, sondern auch deutlich fertiger aus.
Danke an alle, die mit so viel Einsatzbereitschaft vor Ort sind. ♥️

Bericht zum 47. Arbeitstag am Freitag, den 6.3.26 – Der Stall erwacht (und plötzlich wird’s hell!)

Während andere Menschen gemütlich frühstücken, starteten Klaus und Stefan bereits in ihre ganz eigene Mischung aus Handwerk, Fitnessprogramm und Baustellenabenteuer. Zuerst wurde die Stallbox zu Ende verputzt.
Danach ging es in einen die übrigen Ställe und hässliche Löcher im Boden wurden akribisch begradigt und verfüllt. Eine Arbeit, bei der man spätestens nach der zweiten Schaufel merkt, dass ein Boden es einem erstaunlich schwer machen kann.
Doch Klaus und Stefan waren heute eindeutig im „Wenn wir schon dabei sind, machen wir gleich noch drei Dinge mehr“-Modus. Also wurde auch noch das Ende der Regenrinne verlängert, damit das Wasser künftig ganz vorbildlich bis zum Beet geleitet wird. Der Stall bleibt trocken, das Beet freut sich – eine klassische Win-Win-Situation.
Und dann kam der Moment, der fast schon filmreif war.
Der Elektriker erschien.
Werkzeug raus. Kabel hier. Schalter da. Ein kurzer prüfender Blick…
Und plötzlich:Die Mittellampe im Stall ging an.
Richtiges Licht!Nicht Baustrahler.Nicht Handy-Taschenlampe.Nicht „Halt mal kurz die Lampe, ich sehe nichts“.

Nein – echtes Stalllicht.

Ein Moment, bei dem man fast erwartet hat, dass irgendwo ein Chor anfängt zu singen. Mega!
Währenddessen herrschte in der Sattelkammer reger Umzugsbetrieb.Die Mädels schleppten ihre Spinde hinein – was ungefähr so elegant aussah wie ein Möbeltransport mit viel Gelächter oder Verzweifelung und gelegentlichen Kommentaren wie: „Noch ein Stück… stopp… nein, zurück!“
Aber am Ende standen sie da: die ersten richtigen Möbel der neu geschaffenen Sattelkammer.

Silvia nahm sich derweil einen alten Steintrog vor. Ein echtes Stall-Urgestein. Mit viel Einsatz wurde er gründlich geschrubbt, bis er wieder so ordentlich aussah, dass man ihm seine vielen Stalljahre fast nicht mehr ansieht.
Hauptsache das Pferd benutzt ihn nicht mehr als Servierte.

Und ganz ehrlich:Wenn eine Baustelle plötzlich durch richtiges Licht beleuchtet wird, fühlt sich alles gleich ein großes Stück fertiger an.
Die Pferde wissen es noch nicht –aber ihr zukünftiges Zuhause wird jeden Tag ein bisschen mehr bereit für sie. Dank so vieler fleißiger Helferinnen und Helfer, denen wir unseren tiefen Respekt für so viel Hilfsbereitschaft zollen.

07.03.2026

Der 48. Arbeitstag der legendären Stall-Sanierung – Der letzte Pinselstrich, die Pferde in den Startlöchern und Johannas großer Ehrentag

Man munkelt, dieser Tag werde in die Geschichtsbücher eingehen. Nicht nur als Tag 48 der Stall-Sanierung, sondern als der Tag, an dem der Hof in einen Zustand hektischer, heldenhafter Betriebsamkeit verfiel – denn morgen ziehen die Pferde ein und Johanna hat Geburtstag!🎂 Happy Birthday.
Schon am frühen Morgen war klar: Heute muss alles sitzen. Jeder Pinselstrich, jede Schraube, jede Tränke. Schließlich sollen die Vierbeiner morgen standesgemäß in ihren neuen Stall einziehen – und selbstverständlich auch sofort aus den Tränken anstoßen können. Und tatsächlich: Nachdem unsere fleißigen Helfer die letzten Schläuche angeschlossen hatten, lief auch endlich frisches Wasser aus den Tränken. Ein Moment, der fast so feierlich war wie eine Siegerehrung auf einem internationalen Reitturnier.
Auf dem Hof herrschte ein Treiben, als hätte jemand gleichzeitig einen Frühjahrsputz, einen Marathon und ein Dorffest gestartet.
Die Malerbrigade war unermüdlich im Einsatz:
Türen und T-Rahmen wurden gestrichen. Parallel dazu wurde – man glaubt es kaum – der Stall ausgesaugt! Ja, richtig gelesen. Ein Stall. Mit Staubsauger. Manch einer hielt kurz inne, um dieses historische Ereignis zu würdigen.
Währenddessen zog Ute mit Unterstützung von Sandra und Ira in den Kampf gegen das Unkraut. Das große Beet an der Halle wurde in einer epischen Gartenschlacht bezwungen. Nebenbei wurden auch noch Blumenkübel neu bepflanzt – jetzt sieht alles wirklich frühlingshaft aus.
Annegert brachte frischen, selbst gebackenen Apfelkuchen mit – ein strategisch äußerst kluger Schachzug, denn so ließ sich die Moral der arbeitenden Bevölkerung erheblich steigern. Dann zog sie sich an die Stallfenster zurück , die auf Hochglanz geputzt wurden.
Die Bau-Abteilung war ebenfalls nicht zu stoppen:
Reinhard und Guido vollendeten die Verblendung an den beiden ersten Ställen, Klaus verputzte fleißig weiter, während Marie vorne die Wände farbig gestaltete und dem Ganzen den letzten frischen Anstrich verpasste.
Susi bereitete bereits ihre Box vor und streute frisches Stroh ein – vermutlich die gemütlichste Baustelle der Welt.
Der Schutt wurde mit viel Einsatz in den Container verfrachtet, und die übrig gebliebene Farbe wurde sorgfältig weggeräumt – Ordnung muss schließlich sein, besonders kurz vor dem großen Einzug.
Natürlich darf bei so einem Mammut-Arbeitstag die Versorgung der Mannschaft nicht fehlen:
Neben frischer Pizza wurde mehr als ein Kasten Cola vernichtet – Dorothee musste sogar schon Nachschub organisieren.
Dazu floss reichlich Kaffee, vermutlich genug, um eine mittelgroße Stadt wach zu halten.
Und als wäre das alles noch nicht Grund genug zum Feiern gewesen, wurde auch noch Johannas Geburtstag standesgemäß mit Prosecco begossen 🍾. Schließlich muss man Prioritäten setzen.
Am Ende des Tages standen alle etwas staubig, etwas müde, aber sehr zufrieden auf dem Hof und blickten auf das Werk des Tages:
Ein Stall, der blitzte und blinkte, Beete ohne Unkraut, Fenster wie neu – und eine Mannschaft, die heute wirklich Unfassbares geleistet hat. Vielen Dank für euren Einsatz in den letzten 48 Arbeitstagen. Was für eine Leistung und Einsatzwille. Nun haben wir alle das große Ziel erreicht: ein Stall, in dem jedes Pferd mehr Platz, Licht und Luft hat . Für ein gesundes und glückliches Pferdeleben- nur durch den Zusammenhalt und das Engagement der besonderen Mitglieder des Vereins. Danke, dass es euch gibt. 🫶🏻

Ziel erreicht – Der große Einzug!

Der 49. Arbeitstag der Stallsanierung, der 8. März 2026 , wird einen festen Platz in der Chronik des Reitvereins Dorsten einnehmen.
Bis in die Mittagsstunden wurde überall noch angepackt: ein wildes Treiben vieler Helferinnen und Helfer. Die Nervosität war jedem einzelnen ins Gesicht geschrieben. Es waren alle verdächtig still und doch sah man bei jedem ein Funkeln in den Augen. Nun hieß es noch : Ställe einstreuen, Material zurück räumen , fegen, Fenster putzen und Staubreste in den Boxen entfernen. Zwischenzeitlich machten unsere vierbeinigen Helden mit den jüngsten Mitgliedern auf dem Rücken bei frühlingshaften Temperaturen eine kleinen Abstecher durch den Wald . Um 14 Uhr war es dann soweit: Pferd für Pferd wurde das Stallzelt geleert und mit viel Neugier und Vertrauen zogen unsere treuen Gefährten unter der Aufsicht aller Anwesenden nacheinander in die neuen, sanierten Boxen ein. Ein wahnsinnig emotionaler Moment, der einem Auftritt von Filmstars auf dem roten Teppich glich.
Schnell hatte sich die Aufregung unserer Berühmtheiten gelegt, nachdem sie merkten, welche Möglichkeiten das neue Wohnzimmer für sie bereit hielt. Jeder hat durch die Fenster nun seine eigene RealityShow auf die Außenwelt, nur mit einer extra Portion Heu statt Popcorn. 🍿
Darauf wurde vor den Stallungen mit allen helfenden Händen angestoßen, nachdem Dorothee und Dagmar die Sektflaschen unter dem Jubel aller knallen ließen.
Neun Wochen voller Arbeit, Kälte, Entbehrungen, Belastungen, Aufregung und manchmal auch pure Verzweiflung liegen hinter uns.
Dass diese Sanierung Wirklichkeit werden konnte, verdanken wir dem außergewöhnlichen Engagement vieler besonderer Menschen. Es zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Mitglieder mit Herz, Tatkraft und unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenkommen. Unzählige Hände, Ideen und Fähigkeiten waren gefragt – beim Abriss, beim Aufräumen, bei Holzarbeiten, bei der Verpflegung oder mit dem Pinselstrich zum Schluss. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, war wertvoll. Am Ende steht nicht nur ein erneuerter Stall, sondern auch das schöne Gefühl, gemeinsam etwas Bleibendes geschaffen zu haben und macht deutlich, wie wichtig unsere Gemeinschaft ist.
Unsere Vierbeiner freuen sich und dafür hat sich jeder einzelne Moment gelohnt. Vielen Dank, dass ihr das möglich gemacht habt.
Doch wer glaubt, nach all dem Einsatz sei nun Zeit, die Füße hochzulegen, der irrt sich gewaltig: Der Stall steht zwar, aber jetzt braucht er noch Struktur. Regale wollen montiert, Plätze geschaffen und die letzten Handgriffe erledigt werden. Der Endspurt Richtung offizieller Eröffnung hat also begonnen – ausgeruht wird später.

Der letzte Schritt zur Normalität:
Am gestrigen Montag sah man schon früh morgens den großen LKW auf die Reitanlage zurollen. Es war soweit : Vor 12 Wochen wurde das Stallzelt für die anstehende Stallsanierung aufgebaut, 9 Wochen lang fanden unsere Pferde dort einen Ausweichort , während bei Kälte und Schnee die Abriss – und Aufbauarbeiten innerhalb der Stallungen stattfanden.
Jetzt konnte endlich das Stallzelt wieder abgebaut werden. Damit endet eine anstrengende und nervenzermürbende Zeit voller Vorfreude, Frustration und Unsicherheit. Jetzt sind die Vierbeiner wieder zurück in ihrem neuen luftigen Heim. Zurück bleibt ein großer Haufen Mist – mitten auf dem Dressurplatz. Doch dieser schwindet nun auch langsam, Stück für Stück -damit wieder Ruhe einkehren kann – für die Menschen, für die Pferde und für einen Stall, der sich endlich wieder wie Zuhause anfühlt. Bald schon können wieder Hufe auf dem Dressurplatz Spuren in den Sand malen, statt Schubkarren Spuren im Mist.

51.⁠ ⁠Arbeitstag zur Stallsanierung Der Dressurplatz wird wieder reaktiviert
In dieser Woche wurde nach dem Zeltabbau damit begonnen, die stinkenden Rückstände vom Dressurplatz zu entfernen.
Keine leichte Arbeit und unser Werner hatte dabei gut zu tun .
Nur gut, dass er ein wenig PS starke Unterstützung hatte. Es wird noch etwas dauern, bevor wir uns entspannt zurücklehnen können.

Vom Schraubenschlüssel zum Weihwasser – die große Stalleinsegnung am 14.03.2026 
Wer in den letzten drei Monaten am Stall vorbeikam, konnte meinen, hier werde kein Gebäude renoviert, sondern ein kompletter Stall neu erfunden – und zwischendurch hörte man immer wieder das typische Geräusch ehrenamtlicher Arbeit: fröhliches Gelächter oder Verzweifelungsrufe.
Mit beeindruckendem Engagement haben zahlreiche Helferinnen und Helfer den Stall einmal komplett „auf links gedreht“.
Nach drei Monaten voller Arbeit, Muskelkater und vermutlich auch der ein oder anderen innere Nervenzusammenbruch war heute endlich der große Moment gekommen: die feierliche Einsegnung des sanierten Stallgebäudes.
Der stellvertretende Bürgermeister Jan Heppner , Pfarrer Martin Peters und, Vertreter des Stadtsportverband Martin Lachs und viele Helferinnen und Helfer, Unterstützer des Vereins und Interessierte versammelten sich, um gemeinsam zu feiern und zu staunen.
Pfarrer Ulbrich, Jan Heppner und Martin Lachs zeigten sich beeindruckt davon, was hier durch freiwilligen Einsatz und ein paar Firmen entstanden ist. Man merkte schnell: Dieser Stall ist nicht einfach renoviert worden – er ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt.
Der eigentliche Höhepunkt folgte dann mit der Einsegnung durch Pfarrer Martin Peters. Mit passenden Worten, einer guten Portion Herzlichkeit und dem nötigen Segen wurde das Gebäude offiziell „in Dienst gestellt“. Das Weihwasser traf dabei nicht nur Wände und Türen – einige Zuschauer und Pferde wurden heute nicht nur durch die Regentropfen nass.
Im Anschluss dankte Jan Heppner und Martin Lachs für die Arbeit und die Einsatzfreude jedes einzelnen.
Zusätzlich fanden besondere Ehrungen des geschäftsführenden Vorstands für überragende und tragende Leistungen aller derjenigen statt, die den Umbau in besonderer Weise vorangebracht hatten.
Und so stand am Ende nicht nur ein frisch renovierter Stall da, sondern auch ein sichtbares Zeichen dafür, was entsteht, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken. Unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit stecken in jedem Balken, jeder Schraube und jedem Pinselstrich.
Der Stall hat jetzt also nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch eine Geschichte: die von Teamgeist, Engagement und einer großen Portion Humor während der Bauphase.
Ein riesiges Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, Unterstützer und Beteiligten, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Heute wurde nicht nur ein Stall eingesegnet – sondern auch ein echtes Stück Gemeinschaft gefeiert.

Spendenübergabe der Sparkasse Vest
Heute besuchte uns Firmenkundendirektor der Sparkasse Dorsten Herr Uwe Schniederjan. Er überreichte der Vorsitzenden Dorothee Maas Timpert eine Spende. Damit unterstützt die Sparkasse die Finanzierung der Stallsanierung in besonderer Weise. Auch Oliver Göttlich, der mit seinen Eltern eine Wohnung am Reitverein bewohnte, kam dazu und gratulierte zur erfolgreichen Stallsanierung. Er stand vor der Sanierung immer beratend dem Vorstand zur Seite.
Wir bedanken uns bei Uwe Schniederjan und der Sparkasse Vest sowie bei Oliver Göttlich für die Begleitung und großartigen Unterstützung bei diesem Projekt.
Nach einer ausgiebigen Stallführung gab es noch einen gemeinsamen Austausch über zukünftige Vorhaben und alte Zeiten in der Horsebar.